Mitte des Kreuzes ist die Geisttaube, Zeichen für den Heiligen Geist, der in unzertrennbarer Verbindung mit dem Tod und der Auferstehung Christi steht. Jesus Christus gab uns sterbend am Kreuz seinen Heiligen Geist als Geschenk seiner bleibenden Nähe. Damit ist dieses Kreuz „pfingstlich“: Heiliger Geist inmitten der Kirche - ihr Leben, mitten in den Herzen der Menschen, mitten in den Völkern und mitten in der Schöpfung. Der Kreis um die Geisttaube deutet dies an.
Die vergoldete Geisttaube zeigt uns die dynamische Kraft des Gottesgeistes in seinem Herabkommen und - eingesenkt in einen dunklen Hohlraum (= Hohlkehle; das Original ist in Holz gearbeitet) - die unauslotbare Tiefe seines Wirkens. Dieser dunkle, aber beschützende Hohlraum reicht von der Mitte in Kreuzform bis an die Enden der Kreuzesbalken. Die von der Gnade Ergriffenen werden den Weg des Kreuzes gehen, den dunklen Weg, in Verbindung und unter Führung des Heiligen Geistes.
Gold und Grün sind die Farben des Heiligen Geistes. Gold ist Zeichen für das Kostbarste, für das himmlische Licht. Es ist die Farbe der Offenbarung des Heiligen Geistes. Grün war in der Karolingischen Zeit die Farbe des Kreuzes, Zeichen für die Neugeburt, für die Auserwählten. Sie ist auch die Farbe des Kosmos, der jungen Saat, des neuen Lebens, auch der Bekehrten, der vom Heiligen Geist Erwählten.
Der Heilige Geist führt durch die Wüste (innere Trockenheit), Einsamkeit, ist Beistand in der Versuchung. Er gibt Kraft zum Ausharren in der missionarischen Sendung bis zur Vollendung. Abgegrenzt werden die Kreuzesbalken an ihren drei Enden durch einen quer gestellten scharlachroten Raum mit den Wundmalen Christi, Sammelort der erlösungsbedürftigen Menschheit. Die abstrakten Zeichen für Vater und Sohn, wie eine „Krone“ am oberen Ende des Kreuzes, stehen in Verbindung mit der Geisttaube, aber auch mit dem „dunklen Weg“, der hier einmündet in eine Parabel, welche in die Unendlichkeit weist. Wir werden trotz unserer Begrenztheit hineingezogen in die Unendlichkeit der Heiligsten Dreifaltigkeit. Die Wundmale und die „Krone“ stehen im Scharlachrot, der Farben der Freude, des Festes, aber auch des Martyriums.
Kräftige, weit ausladende Hohlkehlen an den Rändern des Kreuzesbalken bedeuten die Einladung: „Kommt alle!“ Liebe, Friede, Freude all denen, die ihr persönliches Ja sprechen zu ihrer Berufung und darin ausharren! Pfingstliche Freude schenkt ihnen immer aufs neue der Heilige Geist.
Auszug aus der Deutung der Künstlerin Hildegard Deppisch. Das Heilig-Geist-Kreuz wurde von der Künstlerin dreimal geschaffen, erstmalig 1976. Es schmückt die Titelseite der Zeitschrift „Erneuerung in Kirche und Gesellschaft“, Paderborn, seit 1985 einen Vortragssaal im Katholischen Evangelisationszentrum, Maihingen, und seit 1989 den Seminarraum im Geistlichen Zentrum für Familien, Heiligenbrunn.
">Heilig-Geist-Kreuz im Seminarraum
Mitte des Kreuzes ist die Geisttaube, Zeichen für den Heiligen Geist, der in unzertrennbarer Verbindung mit dem Tod und der Auferstehung Christi steht. Jesus Christus gab uns sterbend am Kreuz seinen Heiligen Geist als Geschenk seiner bleibenden Nähe. Damit ist dieses Kreuz „pfingstlich“: Heiliger Geist inmitten der Kirche - ihr Leben, mitten in den Herzen der Menschen, mitten in den Völkern und mitten in der Schöpfung. Der Kreis um die Geisttaube deutet dies an.
Die vergoldete Geisttaube zeigt uns die dynamische Kraft des Gottesgeistes in seinem Herabkommen und - eingesenkt in einen dunklen Hohlraum (= Hohlkehle; das Original ist in Holz gearbeitet) - die unauslotbare Tiefe seines Wirkens. Dieser dunkle, aber beschützende Hohlraum reicht von der Mitte in Kreuzform bis an die Enden der Kreuzesbalken. Die von der Gnade Ergriffenen werden den Weg des Kreuzes gehen, den dunklen Weg, in Verbindung und unter Führung des Heiligen Geistes.
Gold und Grün sind die Farben des Heiligen Geistes. Gold ist Zeichen für das Kostbarste, für das himmlische Licht. Es ist die Farbe der Offenbarung des Heiligen Geistes. Grün war in der Karolingischen Zeit die Farbe des Kreuzes, Zeichen für die Neugeburt, für die Auserwählten. Sie ist auch die Farbe des Kosmos, der jungen Saat, des neuen Lebens, auch der Bekehrten, der vom Heiligen Geist Erwählten.
Der Heilige Geist führt durch die Wüste (innere Trockenheit), Einsamkeit, ist Beistand in der Versuchung. Er gibt Kraft zum Ausharren in der missionarischen Sendung bis zur Vollendung. Abgegrenzt werden die Kreuzesbalken an ihren drei Enden durch einen quer gestellten scharlachroten Raum mit den Wundmalen Christi, Sammelort der erlösungsbedürftigen Menschheit. Die abstrakten Zeichen für Vater und Sohn, wie eine „Krone“ am oberen Ende des Kreuzes, stehen in Verbindung mit der Geisttaube, aber auch mit dem „dunklen Weg“, der hier einmündet in eine Parabel, welche in die Unendlichkeit weist. Wir werden trotz unserer Begrenztheit hineingezogen in die Unendlichkeit der Heiligsten Dreifaltigkeit. Die Wundmale und die „Krone“ stehen im Scharlachrot, der Farben der Freude, des Festes, aber auch des Martyriums.
Kräftige, weit ausladende Hohlkehlen an den Rändern des Kreuzesbalken bedeuten die Einladung: „Kommt alle!“ Liebe, Friede, Freude all denen, die ihr persönliches Ja sprechen zu ihrer Berufung und darin ausharren! Pfingstliche Freude schenkt ihnen immer aufs neue der Heilige Geist.
Auszug aus der Deutung der Künstlerin Hildegard Deppisch. Das Heilig-Geist-Kreuz wurde von der Künstlerin dreimal geschaffen, erstmalig 1976. Es schmückt die Titelseite der Zeitschrift „Erneuerung in Kirche und Gesellschaft“, Paderborn, seit 1985 einen Vortragssaal im Katholischen Evangelisationszentrum, Maihingen, und seit 1989 den Seminarraum im Geistlichen Zentrum für Familien, Heiligenbrunn.
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